Bruststraffung (Mastopexie)


Es gibt zahlreiche Faktoren wie Alterungsprozess, Schwangerschaften, Stillzeit, Gewichtsverlust und auch hormonelle Schwankungen, die dazu führen können, dass die Haut im Brustbereich erschlafft und es zur Senkung der Brust (Ptosis Mammae) kommt. Eine Bruststraffung (Mastopexie) – mit oder ohne Implantat – kann in einem solchen Fall helfen, die Brust anzuheben und bei Bedarf das gewünschte Volumen wiederherzustellen, um das Wohlbefinden und das Selbstwertgefühl einer Frau zu verbessern. Bei einer Straffung der Brust kann zudem auch die Grösse der Brustwarze bzw. des Warzenhofs der individuellen Vorstellung angepasst werden.

Bei einer Bruststraffung handelt es sich um einen chirurgischen Eingriff, der in der Regel in Vollnarkose durchgeführt wird. Die Operation findet sowohl ambulant als auch stationär in der Privatklinik Siloah in Bern statt. Während eines ausführlichen kostenlosen und unverbindlichen Beratungsgespräches werden neben einer eingehenden Anamnese besonders auch die Erwartungen, Ängste sowie mögliche Risiken und Komplikationen besprochen. Dabei ist es wichtig, dass Sie den behandelnden Arzt über alle Nebenerkrankungen, eine vorliegende Medikamenteneinnahme und bekannte Allergien informieren.


Aufenthalt, Anästhesie und Risiken im Rahmen einer Bruststraffung


Der Aufenthalt erfolgt je nach Behandlung ambulant oder inklusive einer Übernachtung in der Klinik Siloah. Wie das im Einzelfall aussieht, erörtern wir gemeinsam mit Ihnen im persönlichen Gespräch. Die Bruststraffung wird mithilfe der sogenannten Larynxmaske in Vollnarkose durchgeführt. Allerdings kann dabei in der Regel auf einen Tubus verzichtet werden, sodass nach der OP keine Halsschmerzen oder Heiserkeit auftreten. Nur bei geringfügigen Eingriffen an der Brust kann alternativ eine örtliche Betäubung mit Dämmerschlaf in Erwägung gezogen werden.

Wenn Sie Interesse an einer Bruststraffung haben, ist es unsere Pflicht, Sie über potenzielle Risiken und Nebenwirkungen zu informieren. Das können Nachblutungen, Blutergüsse, Schwellungen, Thrombosen, Störungen der Sensibilität und Durchblutungsstörungen im Bereich der Brustwarzen und Narbenecken, Infektionen sowie Wundheilungsstörungen sein. Weil die Stillfähigkeit bleibend beeinträchtigt werden kann, wird empfohlen, eine Straffung der Brust erst durchführen zu lassen, nachdem die Familienplanung abgeschlossen ist.


Der Ablauf einer Bruststraffung


Vor der eigentlichen Operation muss der zu behandelnde Bereich detailliert markiert werden, um die neue Position der Brustwarze festzulegen und auch das Ausmass der zur entfernenden Haut zu bestimmen. Darüber hinaus wird auf Wunsch der gewünschte Durchmesser der Brustwarze festgelegt. Zusätzlich wählen Sie auch Grösse und Form des Silikonimplantates, falls neben einer Straffung der Brust gleichzeitig mehr Volumen erzielt werden soll. Wir setzen ausschliesslich Silikonimplantate ein, die:

  • Höchsten Qualitätsrichtlinien entsprechen.
  • Über eine lebenslange Garantie verfügen.
  • Nie mehr ausgewechselt werden müssen.

Jedes eingesetzte Implantat sollte auf jeden Fall zu Ihrem Körper und dessen Konturen passen. Denn Sinn und Zweck einer Bruststraffung ist ein natürliches Ergebnis in Bezug auf Grösse und Form – abgestimmt auf Ihre individuelle Anatomie.

Sollte bei der Bruststraffung ein Implantat verwendet werden, wird es im Regelfall unter dem Brustmuskel platziert, um ein späteres Absenken der Brust bestmöglich zu vermeiden. Der Schnitt muss je nach Ausmass der Brusterschlaffung (Senkung) und je nach Grösse des Implantates entweder nur um den Warzenhof herum oder zusätzlich senkrecht von der Brustwarze nach unten in die Brustumschlagfalte und allenfalls noch in dieser verlaufen (umgekehrter T-Schnitt). Gelegentlich wird zudem eine Drainage gelegt, damit Restblut und Wundflüssigkeit abfliessen können. Die Drainage kann jedoch entweder noch am gleichen Tag oder am ersten Tag nach der Operation bereits wieder entfernt werden. Abschliessend wird die Brust mit Gazen verbunden und mit einem Stütz-Sport-BH gehalten.


Worauf Sie nach der Bruststraffung achten sollten


Nach der Operation kann es zu Schwellungen und Blutergüssen kommen. Dies hängt davon ab, ob und wie stark Sie zu Blutergüssen neigen. Auch kann die Sensibilität der Brust für einige Wochen beeinträchtigt oder vermindert sein. Dies ist jedoch kein Grund zur Besorgnis und legt sich mit der Zeit. Normalerweise werden die Nähte nach 2 Wochen entfernt. Der Stütz-BH muss dennoch über einen Zeitraum von sechs Wochen Tag und Nacht getragen werden, wobei er zum Duschen kurz abgelegt werden darf. Die Narben können nach circa 2 Wochen mit speziellen Cremes behandelt werden, trotzdem sei betont, dass diese noch Wochen bis Monate als feine rote Linien sichtbar sein können, bis sie schliesslich verblassen und kaum noch sichtbar sind. Sportliche Aktivitäten können 2 Wochen nach der Bruststraffung langsam wieder aufgenommen werden, uneingeschränkt spätestens nach 6 Wochen.


Bruststraffung – wichtige Informationen auf einen Blick:

Klinikaufenthalt

  • ambulant oder wenn erwünscht eine Nacht in der Klinik Siloah in Bern

Zeit der Operation

  • 2-3 Stunden

Anästhesie

  • Vollnarkose, Larynxmaske, in Ausnahmefällen in örtlicher Betäubung mit Dämmerschlaf

Arbeitsunfähigkeit

  • Je nach Heilungsverlauf und beruflicher Tätigkeit 7-14 Tage
  • Tragen eines Kompressions-BH (6 Wochen)
  • keine direkte Sonnenbestrahlung der Narbe (12 Wochen)
  • keine intensiven sportlichen Aktivitäten (6 Wochen)

Die Kosten für eine Bruststraffung mit oder ohne Implantate betragen im Schnitt 9‘500,- CHF bis 11‘500.- CHF


Was Sie noch zu den Kosten wissen sollten

Bitte beachten Sie, dass Sie die Übernachtung in der Klinik mit einkalkulieren müssen, insofern Sie sich nach der Operation für einen nächtlichen Aufenthalt entscheiden. Darüber hinaus kommen zu den allgemeinen Operationskosten zusätzliche Anfahrtskosten hinzu, die Sie in Ihre Kostenkalkulation mit einbeziehen müssen.

Wie sich die Kosten zusammensetzen

In der Regel setzen sich die anfallenden Kosten bei einer Bruststraffung aus dem Honorar des Chirurgen, den Kosten für den Assistenzarzt im OP-Saal, der Anästhesie, den Verbrauchsmaterialien, der möglichen Implantate sowie aus dem Klinikaufenthalt zusammen.

Wir weisen Sie darauf hin, dass Sie eine mögliche Kostenübernahme oder einen finanziellen Zuschuss zur Operation im Vorfeld der Bruststraffung mit Ihrer Krankenkasse klären sollten.

Vergünstigungen und Rabatte können wir nicht gewähren.

Zeitpuffer schaffen

Wenn Sie sich für eine Bruststraffung in der Privatklinik Siloah entscheiden, planen Sie bitte auch genug Zeit mit ein. Wie bereits erwähnt dauert die Operation rund 2-3 Stunden. Ratsam ist es, sich einen grosszügigen Zeitpuffer zu schaffen, um weitere mögliche Termine am selben Tag wahrnehmen zu können. Bitte beachten Sie auch, dass Sie am Tag der Operation körperlich eingeschränkt sein werden und die Folgen der Bruststraffungs-Operation noch einige Zeit spüren werden.

Was Sie zur Anästhesie wissen müssen

Wie bereits erwähnt wird die Operation entweder unter Vollnarkose mit Larynxmaske sowie unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Wenn Sie sich für eine Vollnarkose entscheiden, sind im Vorfeld der Operation einige Voruntersuchungen notwendig. Hierbei wird Ihnen unter anderem But abgenommen und Ihr Herz-Kreislauf ausgiebig durchgecheckt.

In der Regel erfolgen die Voruntersuchungen, in denen Sie auch ein Anamnesebogen ausfüllen, am Tag vor der Operation. Einen genauen Zeitpunkt, wann und wo Sie sich für die Operations-Voruntersuchungen einfinden sollen, erfahren Sie zum baldigen Zeitpunkt.

Anästhesist bespricht Operation

Im Anschluss an die Untersuchungen bespricht der zuständige Anästhesist mit Ihnen den Verlauf der Anästhesie und welche Sedierung er anwendet. In den meisten Fällen vertragen die Patienten und Patientinnen die Betäubung sehr gut. Nebenwirkungen können allerdings nach der Operation auftreten. Wenn Sie nach der Bruststraffungs-Operation aufwachen, können Müdigkeitserscheinungen und eine allgemeine Schlappheit auftreten. Darüber hinaus kann es sein, dass Sie sich aufgrund der Sedierung unwohl fühlen. Spätestens am zweiten Tag nach der Operation spüren Sie die Folgen der Vollnarkose jedoch nicht mehr.

Weitere Informationen zur Operation

Am Tag der Operation sollten Sie nüchtern sein, insofern Sie sich für eine Operation unter Vollnarkose entscheiden. Bitte rauchen Sie nicht und trinken Sie keinen Kaffee unmittelbar vor der OP. Auch sollten Sie mindestens sechs Stunden vor der OP auf essen verzichten. Wenn Sie die Hinweise nicht beachten, kann es zum vorzeitigen Abbruch des Eingriffes kommen. Die bereits entstandenen Kosten werden Ihnen nicht erstattet.

Kleidung zum Wechseln

Stellen Sie sicher, dass Sie am Tag der Operation ausreichend Kleidung zum Wechseln mitnehmen. Verzichten Sie auf die Mitnahme von Wertgegenständen. Sollte Ihnen dies nicht möglich sein, stellen Sie sicher, dass die Wertgegenstände während der Operation gut verschlossen aufbewahrt werden.

Wir weisen Sie darauf hin, dass wir bei Diebstahl keine Haftung übernehmen.

 
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